„Die kleine Meerjungfrau“

Hans Christian Andersens Leben war alles andere als märchenhaft. Sein Leben lang war er auf der Suche nach der großen Liebe, erlangte sie aber nur in seiner Fantasie. Seine tragischen Erfahrungen verarbeitete Andersen in seinen Märchen, die so zum Spiegel seines Lebens wurden. Ein gutes Stück seiner eigenen Biografie steckt auch in der „kleinen Meerjungfrau“, seinem berühmtesten Märchen.

Hans Christian Andersen: „Die kleine Meerjungfrau“

Klavierwerke von Edvard Grieg

In diesem Programm verbinden die Schauspielerin ChrisTine Urspruch und die Pianistin Hideyo Harada Hans Christian Andersens Geschichte von der „kleinen Meerjungfrau“ mit Lyrischen Stücken von Edvard Grieg. Andersens Leben war alles andere als märchenhaft, seine Sehnsüchte konnte er wohl am besten im Märchen ausdrücken. Sein Leben lang war der Dichter auf der Suche nach der großen Liebe, erlangte sie aber nur in seiner Fantasie. Er liebte Frauen und Männer, aber stets platonisch, in kindlicher Unschuld und zur großen Leidenschaft unfähig. Seine tragischen Erfahrungen verarbeitete Andersen in seinen Märchen, die so zu einer Art Spiegel seines Lebens wurden. Wie schwer ein Menschenleben ist, mit allen Leidenschaften, Sorgen, Zweifeln, aber auch Gefühlen wie Zuneigung und Liebe, das ist das große Thema des bedeutenden dänischen Dichters. Ein gutes Stück seiner eigenen Biografie, seiner Sehnsüchte und Träume, steckt so auch in der „kleinen Meerjungfrau“, seinem berühmtesten Märchen. Es wurde von Oscar Wilde bis Thomas Mann vielfach nachgedichtet und berührt bis heute Jung und Alt gleichermaßen.

Mit Edvard Grieg verbindet Hans Christian Andersen weit mehr, als dass sie zwei der prominentesten kulturellen Stellvertreter Skandinaviens sind. Beide waren eng befreundet und gründeten 1864 in Kopenhagen gemeinsam eine Konzertgesellschaft zur Pflege neuer skandinavischer Musik. Grieg bewunderte die Musikalität von Andersens Lyrik und vertonte eine ganze Reihe von dessen Gedichten. Der Weg ist also nicht weit von Griegs pianistischen Kleinoden der Lyrischen Stücke zu Andersens zauberhaft anrührender Geschichte vom glücklichen Unglück der „kleinen Meerjungfrau“, die der Autor rückblickend »die einzige von meinen Arbeiten« nannte, »die mich selbst rührte, während ich sie schrieb«.