„An ihrer Wiege stand Mahler, an ihrer Bahre Mengele“

Ein Programm zum Gedenken an Alma Rosé

 
Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms, César Franck, Leoš Janáček, Gustav Mahler u. a.

Anhand von Briefen und Zeitzeugendokumenten begeben sich Corinna Harfouch, Latica Honda-Rosenberg und Hideyo Harada auf die Spuren des tief bewegenden Schicksals einer außergewöhnlichen Frau: Alma Rosé. Die jüdischstämmige, 1906 in Wien geborene Nichte Gustav Mahlers verdankt ihre Ausbildung ihrem Vater Arnold Rosé, der als erster Konzertmeister der Wiener Hofoper tätig und Leiter des weltbekannten Rosé-Quartetts war. Das von ihr gegründete Damenorchester »Die Wiener Walzermädel«, mit dem sie lange Zeit durch Europa tourte, sollte später eine lebensrettende Referenz für sie werden: Im Juli 1943 wird Rosé ins KZ von Auschwitz deportiert und dort zur Leiterin des Mädchenorchesters ernannt. Die Überlebenden beschreiben die Arbeit unter Rosé als streng und intensiv – aber mit großer Hochachtung: »Schon bei den ersten Takten hielten wir den Atem an. Die Töne, die aus der Geige der neuen Kapellmeisterin erklangen, waren eine längst vergessene Welt […]. Wer von uns überlebte, verdankte es ihr!«